Gehen Wählerstimmen für „impfkritische“ Parteien Hand in Hand mit niedrigen Covid-19 Impfraten? Teil 2

Abbildung 1 zeigt das räumliche Muster der Durchimpfungsraten auf Bezirksebene (Stand 21.11.2021).

Abb. 1 – Ungeimpfte (%) in oberösterreichischen Gemeinden

Toblers erstes Gesetz der Geographie besagt, dass alles mit allem zusammenhängt, aber nähere Sachen stärker, als weiter entfernte. Toblers Gesetz folgend wurde daher bei der Regressionsanalyse der Wert der umliegenden Bezirke entsprechend berücksichtigt (Geographically Weighted Regression – GWR). Die Karten in Abb. 2-3 zeigen für jede Analyseeinheit (Gemeinde), wie gut das Regressionsmodell mit den Wahlergebnissen von FPÖ (bzw. MFG) den Anteil der Ungeimpften prognostizieren kann. Je höher der dargestellte Wert ist, desto eher lässt sich festhalten, dass die Impfneigung mit den Wahlergebnissen der dargestellten Parteien zusammenhängt (siehe auch).

Abb. 2 & 3 – Leistungswerte für Regression (zwischen FPÖ  bzw. MFG Wahlergebnisse und Ungeimpfte)

Beispielsweise für die Region Wels (Kartenmitte) sieht man, dass dieser Wert durchgehend niedrig ist, was darauf hindeutet, dass es lokal nur einen schwachen Zusammenhang zwischen dem Wahlergebnis und der Impfneigung zu geben scheint. gibt. Im Gegensatz dazu weisen Linz und Umgebung, sowie Bad Ischl und Umgebung höhere Werte auf und legen daher einen starken Zusammenhang nahe. Allerdings ist die Zahl der Ungeimpften in diesen Regionen nicht so hoch wie im Westen von Oberösterreich, wie z.B in Braunau am Inn oder in Mattighofen (über 47%), wo die Güte des Modells überraschenderweise weniger hoch ist.

Quellen:

https://info.gesundheitsministerium.gv.at/data/archiv/COVID19_vaccination_municipalities_20211122.csv

https://wahl.xn--landoberoesterreich-8k4l.gv.at/LADown.htm

https://www.data.gv.at/katalog/dataset/ced250fe-e2c6-4c5c-8c2e-ad0f43a87c2b