Pooling Covid-19 PCR Tests

Wie viel Effizienzsteigerung kann durch das Pooling von PCR Tests wirklich erreicht werden?

In den letzten Tagen war in den Nachrichten mehrmals die Rede von Kapazitätsgrenzen bei der Auswertung von PCR Tests in den Bundesländern. Die Idee des Poolings besteht darin, dass Proben mehrerer Testpersonen zusammengefasst und gemeinsam (zum Beispiel in 10er Pools) getestet werden. Im Falle eines negativen Gruppentests spart man sich die Einzelauswertung der im Pool zusammengefassten Einzelproben, nur falls der Gruppentest positiv ausfällt müssen die Einzelproben individuell getestet werden.

Die optimale Wahl der Gruppengröße (Batch size) ist stark von der aktuellen Prävalenz (Häufigkeit positiver Tests) abhängig: Je höher die Prävalenz desto kleiner die optimale Batch size.

Die nachfolgende, zeilenweise zu lesende Grafik berechnet für verschiedene Prävalenzen und 1 Mio. Einzelproben die optimale Batch size (schwarz umrandete Felder): Beispielsweise für eine Prävalenz von 7% ist die optimale Batch size 4, und im Mittel müssen statt 1 Mio Tests nur ca. 502.000 Tests durchgeführt werden. Würde man bei 7% Prävalenz mit Batch size 10 arbeiten, dann müssten im Mittel ca. 616.000 Tests (also über 20% mehr als mit der optimalen Batch size) gemacht werden.

>> PCR_pooling_IDA_Lab_2021.pdf